ImpressumKontakt25. Juli 200825th of July 2008
2008 FahrerinfoMagazinTeams & FahrerRoute2007 ReviewMobile PortalPressePartner
Gallery
11. Juli 2008
12. Juli 2008
13. Juli 2008
14. Juli 2008
15. Juli 2008
16. Juli 2008
17. Juli 2008
18. Juli 2008
19. Juli 2008
20. Juli 2008
21. Juli 2008
22. Juli 2008
23. Juli 2008
23. Juli 2008
24. Juli 2008
25. Juli 2008
Ergebnisse
TV TERMINE

25. Juli 2008, Mongol Els - Ulaanbaatar, Tageszusammenfassung


Team France holt sich Gesamtsieg der Transsyberia Rallye 2008 powered by Sony Ericsson

14. und letzte Etappe
Liaison 1: 75 km
1. Wertungsprüfung: 85 km
Liaison 2: 178 km
2. Wertungsprüfung: 14 km

Eine schnelle Wertungsprüfung von 85 km Länge stand auf dem Vormittagsprogramm der letzten Etappe. Von der Dünenlandschaft Mongol Els führte der Weg durch die grüne Steppe vorbei an Jurten und Viehherden ins Naturschutzgebiet Khustayn Uul.

In 54:53 Minuten gewann Team Germany 1 die heutige Wertungsprüfung vor Team Russia 1 (+ 0:06:00). Für Schwarz/Schulz war es der sechste Tagessieg auf der Transsyberia Rallye 2008 powered by Sony Ericsson. Die erfahrenen Piloten hatten sich für die letzte Etappe viel vorgenommen. Mit 170 km/h rauschten sie an den neun vor ihnen gestarteten Wagen vorbei und zeigten ihr Können. Die Spanier holten sie jedoch nicht mehr ein. „Zum Glück war die Strecke nur 85 km lang. Sonst hätte uns Armin Schwarz wahrscheinlich noch erwischt“, sagte Pau Soler im Ziel. Team Spain wurde mit einem Rückstand von 7:15 Minuten Dritter der Prüfung. Auf dem sechsten Rang (+ 0:10:47) beendeten die Franzosen Christian Lavieille und Francois Borsotto die Wertungsprüfung und verteidigten souverän die Führung der Gesamtwertung.

Es folgte im weiteren Verlauf des Tages eine Liaison von 75 km, dann ging es endgültig in die letzte Runde der Rallye. Elf Kilometer durch kurvenreiches, hügeliges Off-Road-Gelände und mit spektakulärer Durchfahrt des Tuul Gol Flusses. Team France fuhr vor Team Spain durch den Zielbogen. Das Danner Racing Team folgte, jedoch nicht auf dem Landweg, sondern schwimmend im Fluss, aus dem Christof Danner seinen Mercedes G 320 nur mit Mühe befreien konnte.

Bei ihrer Transsyberia-Premiere feierte sich das Team France aus Christian Lavieille und Francois Borsotto, das seine Gesamtführung über fünf Etappen bis ins Ziel verteidigte. „Wir sind super zufrieden, dass wir gewonnen haben und möchten uns bei Porsche Frankreich bedanken, die sie uns die Teilnahme ermöglicht haben. Die Transsyberia ist etwas Spezielles. Viele unterschiedliche Etappen für Fahrer und Navigator. Die Transsyberia ist wunderbar“, strahlte Pilot Christian Lavieille, der seinen Porsche Cayenne S Transsyberia sicher, schnell und materialschonend durch Täler und über Berge, durch Sümpfe und Steppen manövriert hat.

Team Spain holte den zweiten Gesamtrang mit einem Rückstand auf das Team France von gut zwei Stunden. Navigatorin Laia Paneido war außer sich vor Freude: „Ich glaube es noch nicht und habe es auch nicht zu hoffen gewagt.“ Fahrer Pau Soler war mit dem Ergebnis ebenfalls sichtlich zufrieden: „Ich bin total glücklich. Vor der Rallye haben wir uns vorgenommen, mindestens so gut zu sein, wie im vergangenen Jahr, da waren wir Fünfte. Das war schwer, denn die Transsyberia hatte diesmal zehn sehr gute Teams dabei, die alle die Fähigkeit hatten, vorne mitzufahren. Das Niveau war viel höher als 2007. Dass wir jetzt Zweite sind, vor Armin Schwarz, ist super.“ Dabei hatte die Transsyberia Rallye 2008 powered by Sony Ericsson für die Spanier mit einigen Widrigkeiten begonnen. „Als wir am ersten Tag ins Ziel geschleppt wurden, haben wir natürlich gedacht, das ist eine Katastrophe. Wir sind aber ruhig geblieben und haben gewusst, unsere Etappen kommen noch. In Russland sind die Prüfungen kurz, es gibt weniger zu navigieren, dafür mehr zu fahren. Ich bin kein professioneller Rallyefahrer, daher liegen uns die Stages in der Mongolei wesentlich mehr“, sagte Soler.

Auf dem 3. Platz und damit erstmals auf dem Podest der Rallye landete das Team Germany 1 (+ 2:21:14 Stunden). „Der Schlüssel zum Erfolg war, dass wir konstant schnell gefahren sind. Ein Schaden kann schnell passieren, das haben wir gestern selbst erlebt. Daher ist es wichtig, immer dran zu bleiben und nie aufzugeben“, analysierte Pilot Armin Schwarz. Sein Navigator Andreas Schulz ergänzte: „Im Großen und Ganzen hat uns die Rallye gefallen. Letztlich war sie nicht schwer zu navigieren, wenn man sich konzentriert hat.“

Das in Russland lange Zeit führende Team Portuguese aus Pedro Gameiro und Beifahrer Pedro Figueiredo erreichte den 4. Platz im Gesamtklassement mit einem Rückstand von fast drei Stunden. Pilot Gameiro zog positive Bilanz: „Die langen Stages in der Mongolei haben uns etwas zu schaffen gemacht. Wir waren zum ersten Mal bei der Transsyberia dabei, hatten da keine Erfahrung. Zudem sind Pedro und ich erstmals als Team unterwegs gewesen. Das hat doch gut geklappt! Porsche Iberica hat mit den Spaniern und uns zwei Teams in den Top 4. Wir sind stolz darauf.“

Nach 15 Tagen, 14 Etappen, 12 Sonderprüfungen und 7.200 Kilometern erreichten von 34 gestarteten Teams 21 die mongolische Hauptstadt Ulaanbaatar. Dort werden heute Abend die Sieger gekürt und möglicherweise Pläne für 2009 geschmiedet, wenn die Transsyberia Rallye wieder durch Russland und die Mongolei streifen wird.

Zur Tages- und Gesamtwertung

 






Transsyberia 2008 powered by Sony Ericsson Final Tag (engl.)




Erfolgreiche Transsyberia 2008


Das Resümee des Veranstalters Richard Schalber
(26.7.2008) – Die zweite Auflage der Transsyberia Rallye unter Veranstalter Richard Schalber gehört der Vergangenheit an. Einen Tag nach Zieleinlauf in Ulaanbaatar zeigt sich der Mann, der alle Fäden zusammen führt, um eine erlebnis- und erfolgreiche Rallye zu garantieren, sichtlich zufrieden mit der Transsyberia 2008. Das harmonische Ambiente in den asiatischen Anlagen des Hotel Mongolia erleichtert es, dass auch er nach monatelangen Vorbereitungen und der eigentlichen Durchführung der Transsyberia sich einmal setzen und aufatmen kann. Den Blick auf die sanft abgerundeten, grünschimmernden Bergketten gerichtet lässt der Allgäuer, der selbst jahrelange aktive Rallye-Erfahrung hat, seine Transsyberia 2008 Revue passieren.

RS: Das wichtigste ist, dass die Menschen mit positiven Eindrücken und ohne größeren Schaden nach Hause fahren. Das haben wir auf den Punkt gebracht.

Wie erlebst Du die Rallye mit?
RS: Im Vorfeld herrscht ein gigantischer Aufwand. Zur Abfahrt muss die Struktur stimmen. Wenn es dann los geht, habe ich meine eigene Rallye in der Rallye: die Organisationsrallye.

Bist Du mit der Umsetzung zufrieden?
RS: Es hat keine Situationen gegeben, die der Veranstaltung schaden. Wir haben einen reibungslosen Ablauf garantiert, interessante, fordernde Strecken geboten, waren um die Sicherheit bemüht für die Leute auf der Tour, egal ob Fahrer oder Mechaniker. Für mich ist dabei eine große Hilfe, dass viele von meinem Team schon zum zweiten Mal dabei sind. Sie wissen, was zu tun ist. Wir haben aber auch Fehler erkannt, die es auszubessern gibt.

Das äußerten ja schon viele Teams, die 2007 dabei waren. Dass Ihr die Anliegen und die Feedbacks ernst nehmt. Egal ob die Versorgung in den Camps oder die Erweiterung der Sonderprüfungswertungen. Eine Steigerung war deutlich spürbar.
RS: 12 Sonderprüfungen in 14 Tagen sind härter als nur jeden zweiten Tag eine. Aus Sicherheitsgründen, die aus der Unerfahrenheit der Teilnehmer, aus dem Fehlen von Rettungshubschraubern und aus der Wetterbedingungen herrührten, mussten wir etliche Etappen letztes Jahr ändern oder streichen. Wir haben bei der Transsyberia 2008 diese Aspekte schon in der Vorbereitung miteingebaut. Heuer konnten wir fast alle geplanten Routen fahren. Es sprach nichts dagegen. Wir haben zwei Helikopter, zwei Off-Road Krankentransporter, da ist also vorgesorgt. Die Teilnehmer wollten außerdem mehr Wettkampf. So haben wir 2008 den sportlichen Charakter knallhart durchgezogen.

Von Dir kommt oft der Satz, dass die Transsyberia die härteste Rallye ist. Was ist so hart?
RS: Die Teilnehmer müssen mit allen Elementen fertig werden. Das sind Birkenwälder, Mücken und Morast ebenso wie Sand, Staub und Hitze. Sie bringen sich und ihre seriennahen Fahrzeuge ans Limit. Zähneknirschen und Heulen gehören genauso dazu wie Begeisterung und Staunen.

Das hört sich schon hart an. Was macht den Spirit dabei aus?
RS: Man muss sich auf die Transsyberia einlassen. Das Durchstreifen von Russland wird oft als Pflicht, die Fahrten durch die Mongolei als Kür bezeichnet. Das mag schon so stimmen. Endlose Straßenetappen durch Westsibirien, dieses Kilometerfressen, das wirkt zermürbend, gehört aber dazu. Von Moskau über Sibirien in die Mongolei. Da steckt Gefahr, Geschichte und Mystik drin. Wir haben ja eine richtige Zeitreise gemacht. Aus der Millionenmetropole im Westen Russlands, aus Europa, bis in eine ganz andere Kultur, hier nach Asien, wo Vieles stehen geblieben ist. Das zusammen mit den Off-Road Herausforderungen ist der Reiz der ganzen Geschichte.

Denkst Du schon an die Planung der dritten Auflage der Transsyberia unter Deiner Federführung?
RS: Ja sicher. In Russland haben wir teils echt Probleme mit den Machenschaften und der Verlässlichkeit. In der Mongolei dagegen erleben wir von allen Seiten einen großen Support. Der Aufwärtstrend stimmt mich positiv.

Wann rollt die Transsyberia im Jahre 2009 durch Europa und Asien?
Drei Aspekte müssen wir auf alle Fälle beachten bei der Terminwahl: das sind andere Events, die Urlaubszeit und die Wetterlage in den Ländern, die wir bereisen. Es wird also wieder im Juli/August sein.