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20. Juli, Ölgy - Mankhan, Tageszusammenfassung


Team France übernimmt Gesamtführung - Team Spain siegt auf erster Wertungsprüfung in der Mongolei - Team Middle East ausgeschieden

Liaison 1: 59 km
Wertungsprüfung: 282 km
Liaison 2: 88 km

Aus dem Bezirk Bajan-Ulgij ging es heute auf der 9. von 14 Etappen der Transsyberia Rallye powered by Sony Ericsson 429 km Richtung Osten in den Bezirk Hovd. Der Start zur ersten Sonderprüfung in der Mongolei erfolgte um zehn Uhr. Im Abstand von zwei Minuten begaben sich die 29 verbliebenen Teams auf die 282 km lange Strecke. Das Team Germany 1 ging als Sieger der letzten Wertungsprüfung zuerst ins Rennen, gefolgt vom Team France, Team Porsche Russia 1 und dem in der Gesamtwertung auf Platz 1 liegenden Team Middle East.

Die erste Sonderprüfung in der Mongolei galt im Fahrerlager vor dem Start als schwierige Aufgabe. Auf einem Hochplateau auf rund 2.000 Meter steuerten die Off-Road-Autos durch Täler und über Gipfel. Auf 3.025 Metern passierten die Teams heute den höchsten Punkt der Rallye. Das Ziel lag auf einer langen Geraden vor den Toren der Stadt Hovd.

Nach 4:45:47 Stunden passierten Pau Soler und Laia Painado (Team Spain) in ihrem Porsche Cayenne S Transsyberia als Erste die Ziellinie. Knapp dahinter traf Team France ein, das aber aufgrund der früheren Startzeit einen Rückstand von 7:15 Minuten auf die Spanier aufwies. Beide Teams freuten sich gemeinsam bei der Analyse in der heißen Steppe vor Hovd über ihre hervorragenden Leistungen. „Wir sind als 9. heute Morgen gestartet und als Erste angekommen. Das ist doch super!“, strahlte Co-Pilotin Painado. „Laia hat einen tollen Job gemacht, das Navigieren heute war nicht leicht“, sagte Pau Soler und ergänzte schmunzelnd:. „Etwa 100 km vor dem Ziel wussten wir nicht genau, ob wir richtig liegen. Es waren überhaupt keine Spuren zu sehen. Doch dann haben wir Armin Schwarz überholt. Es kam eine Abzweigung, an der wir nach rechts und Armin nach links gefahren ist. Wir waren richtig.“

Gelöst zeigten sich auch die Franzosen nach der gelungenen ersten Mongolei-Etappe. “Wir sind gut unterwegs gewesen. Einmal haben wir eine Reifenpanne gehabt, da haben uns zwar die Spanier überholt, aber wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Jetzt sind wir mit Sicherheit die Nummer 1 in der Gesamtwertung“, mutmaßte Christian Lavieille richtig. Die Franzosen führen nun vor Team Portuguese (+ 00:46:49) und Team Germany 1 (+ 01:17:55)

Letzteres erreichte erst mit einer halben Stunden Rückstand das Ziel. Pilot Armin Schwarz zeigte sich dennoch zufrieden mit seinem dritten Rang: “Wir haben einen bestimmten Speed, den wir auch in den nächsten Tagen beibehalten wollen. Die Rallye ist noch lang, da müssen Auto und Team durchhalten.“

Es folgte das Team Portuguese. „Wir haben darauf geachtet, unser Auto nicht zu sehr zu beschädigen bei dieser anspruchsvollen Strecke,“ erklärte Pedro Gameiro, der von der Mongolei ganz fasziniert ist. „Durch dieses Land zu fahren, ist absolut fantastisch!“

Die Youngsters der Rallye, Ryan Millen und Colin Godby, holten als Fünfte ihr bislang bestes Tagesergebnis, trotz zweier Reifenpannen. Als Highlights bezeichnete Colin Godby im Ziel die „imposanten Szenerien und Aussichten sowie die variablen Tracks: mal steinig am Berg, mal flach zum Gas geben in den Tälern“.

Das bis dato im Gesamtklassement führende Team Middle East musste die Rallye heute beenden. Nachdem der Pilot des Porsche Cayenne S Transsyberia, Said Rashid Al Hajri aus Doha Qatar, im steinigen Terrain eine Bodenwelle übersehen hatte, verletzte er sich bei der harten Landung. Derzeit ist der Rallye erfahrene 51-Jährige zur Beobachtung im Krankenhaus von Hovd mit Verdacht auf eine Rückenverletzung. Navigator Tim Trenker blieb unverletzt.

Morgen setzt sich die Transsyberia Rallye 2008 powered by Sony Ericsson mit der 316 km langen zehnten Etappe fort. Sie führt vom Camp in Mankhan nach Darvi.

Zu den Ergebnissen

 






Transsyberia 2008 powered by Sony Ericsson Tag 10 (engl.)




Der RebelRolfReport - Der Blick unter die Motorhaube der Rallye


RebelRolf heißt unser Mann in Russland und der Mongolei. Der einzige Fotograf, der schneller knipst als sein Schatten. Wenn Rolf ausnahmsweise den Zeigerfinger nicht am Auslöser hat, schreibt er brandaktuell und ohne Erbarmen für seinen Blog, den rassigen RebelRolfReport.

Den gesamten Blog gibt es für Ihr Handy. Einfach hier klicken, SMS empfangen und lossurfen. Und dann mit RebelRolf durch die Monoglei reiten.

RebelRolfs Eintrag vom 19. Juli 2008:

Trotz Cop, no stop!


"Ryan Millen und Colin Godby hat mir dann doch noch verraten, wieviel Geld sie für ihre Verfolgungsjagd mit der russischen Polizei gezahlt haben. Nur 4000,- Rubel, das sind ca. € 120,-. Den Jungs ist es tatsächlich gelungen, die Cops davon zu überzeugen, dass ein Amerikaner nur anhält, wenn hinter ihm auch ordentlich Blaulicht am Start ist, schließlich will man ja auch was haben für sein Geld. Dicht auffahren reicht einfach nicht. Ist ja auch bekannt aus Funk und Fernsehen: Blaulicht = rechts ran und Hände ans Lenkrad."