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preTranssyberia

Enttäuscht, aber mit Verständnis - Reaktionen aus dem Fahrerlager


Die Absage der Wertungsprüfung durch Transsyberia-Veranstalter Richard Schalber hat im Fahrerlager unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen.

Viele Fahrer zeigten sich enttäuscht, äußerten aber Verständnis für die Entscheidung Schalbers.

"Wir hatten uns viel erhofft von dieser Sonderprüfung", sagte Suzuki Grand Vitara-Pilot Lars Kern nach der Ankunft am Etappenziel Tjumen. "Wir haben ein leichtes, handliches Fahrzeug und hatten uns davon Vorteile versprochen. Ich bin aber auch froh über die Absage. Ein Meter tief im Schlamm stecken, das muss nicht sein."

Die spanische Porsche Cayenne Transsyberia-Besatzung haderte mit der Entscheidung: "Ich bin ein Off-Road-Fahrer, kein Geschwindigkeitsfahrer. Ich brauche schwierige Strecken. Wir hätten uns alle gegenseitig geholfen und wären bestimmt durchgekommen", sagte Fahrer Pau Soler.

Bedauern einerseits, Verständnis und Erleichterung andererseits auch beim Kanadier Laurence Yap: "Als ich von der Absage hörte, war ich anfangs sehr enttäuscht. Wir haben uns bis um 2 Uhr nachts vorbereitet, den Wagen präpariert. Es war aber eine richtige Entscheidung von der Rallyeleitung. Wir wollen alle in Ulan-Baatar ankommen."

Für Jörn Pugmeister, Co-Pilot des Spaniers Carles Celma und Motorsport-Journalist, lag Veranstalter Richard Schalber mit seiner Einschätzung der Situation richtig. "Es war eine goldrichtige Entscheidung. Die 33 Autos wären alle im Schlamm versackt."



6. August 2007 4. Etappe Ekatarienburg – Tyumen (ca. 300km)


Sonderprüfung abgesagt

Wie soeben offiziell bestätigt wurde, ist die heutige Sonderprüfung mit 35 km innerhalb der Etappe von Ekatarienburg nach Tyumen (gut 300 km) abgesagt. Organisationschef Richard Schalber: "Das Orgateam hat für die ersten 4,5 km über 5 Stunden gebraucht. Mit seriennahen Fahrzeugen wäre ein Durchkommen unmöglich - ein Steckenbleiben sicher - gewesen, da der starke Regen der letzten Tage den Boden extrem aufgeweicht hat und die Schlammlöcher z. T. ein Meter tief sind. Die Teilnehmer wären, wenn überhaupt nur mit der Winsch vorangekommen. Ich hätte nicht garantieren können, dass alle stecken gebliebenen Fahrzeuge noch bei Tageslicht geborgen worden wären.“

Nur mit Spezialfahrzeugen wäre die Sonderprüfung eventuell zu bewältigen gewesen, wobei bei dem Tempo des Vorankommens man mit mindestens 25h „Fahrzeit“ rechnen müsste, was für eine Sonderprüfung den Rahmen gesprengt und die Sicherheit der Teilnehmer aufs Höchste gefährdet hätte.








6. August 2007 vor der 4. Etapppe Jekaterinburg - Tjumen


Transsyberia in Asien angekommen.

Die Transsyberia ist gestern dort angekommen, wo sie ihrem Namen nach hingehört: Die 66 Teilnehmer erreichten am Sonntag Sibirien, den asiatischen Teil Russlands. Auf der Marathonetappe von Kasan nach Ekaterinburg legten die Besatzungen fast 1.000 Kilometer zurück.

Nach rund 300 Kilometer verliefen die Teams die Haupttrasse und überquerten das Uralgebirge auf Nebenstraßen in malerischer Landschaft. Bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen passierten sie Getreide- und Sonnenblumenfelder, Birkenwälder und abgelegene Dörfer. Viele Einheimische begrüßten vom Straßenrand aus die Piloten in ihren außergewöhnlichen Autos.

Viel Zeit blieb den Fahrern nicht, um die idyllische russische Landschaft zu genießen. Veranstalter Richard Schalter hatte für den Abend zum Briefing gebeten, um die Fahrer auf die Sonderprüfung auf der vierten Etappe vorzubereiten. Nicht allen Teams gelang es, den Termin einzuhalten. Die letzten Fahrzeuge trafen erst gegen Mitternacht am Hotel ein.

Die vierte Etappe führt heute über rund 300 Kilometer von Ekaterinburg nach Tjumen. Wenige Kilometer hinter Ekaterinburg geht es auf ein 35 Kilometer langes Teilstück ins Gelände.