
Die Absage der Wertungsprüfung durch Transsyberia-Veranstalter Richard Schalber hat im Fahrerlager unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen.
Viele Fahrer zeigten sich enttäuscht, äußerten aber Verständnis für die Entscheidung Schalbers.
"Wir hatten uns viel erhofft von dieser Sonderprüfung", sagte Suzuki Grand Vitara-Pilot Lars Kern nach der Ankunft am Etappenziel Tjumen. "Wir haben ein leichtes, handliches Fahrzeug und hatten uns davon Vorteile versprochen. Ich bin aber auch froh über die Absage. Ein Meter tief im Schlamm stecken, das muss nicht sein."
Die spanische Porsche Cayenne Transsyberia-Besatzung haderte mit der Entscheidung: "Ich bin ein Off-Road-Fahrer, kein Geschwindigkeitsfahrer. Ich brauche schwierige Strecken. Wir hätten uns alle gegenseitig geholfen und wären bestimmt durchgekommen", sagte Fahrer Pau Soler.
Bedauern einerseits, Verständnis und Erleichterung andererseits auch beim Kanadier Laurence Yap: "Als ich von der Absage hörte, war ich anfangs sehr enttäuscht. Wir haben uns bis um 2 Uhr nachts vorbereitet, den Wagen präpariert. Es war aber eine richtige Entscheidung von der Rallyeleitung. Wir wollen alle in Ulan-Baatar ankommen."
Für Jörn Pugmeister, Co-Pilot des Spaniers Carles Celma und Motorsport-Journalist, lag Veranstalter Richard Schalber mit seiner Einschätzung der Situation richtig. "Es war eine goldrichtige Entscheidung. Die 33 Autos wären alle im Schlamm versackt." |