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4. August 2007 2. Etappe, Abendzusammenfassung


Erst rausgeholt, dann überholt - Schwarz und Hilger übernehmen Gesamtführung

Ein stellenweise etwa 50 Zentimeter tiefes Wasserloch hat auf der zweiten Etappe der Transsyberia Rallye 2007 einige Teilnehmer in arge Schwierigkeiten gebracht. Zahlreiche Piloten fuhren ihre Autos bei der Durchquerung fest, zwei Fahrzeuge mussten nach Abschluss der Sonderprüfung ihre Wagen manövrierunfähig den Service-Crews überlassen. Den Tagessieg holten sich Rallye-Legende Rod Millen und Richard Kelsey im Porsche Cayenne Transsyberia in 33:32 Minuten, vor dem polnischen Fahrerduo Jarek Sliwka und Dr. Andrzej Bryl, das mit fünf Sekunden Rückstand ins Ziel kam. Das Gesamtklassement führen der frühere Rallye-Europameister Armin Schwarz und sein Co-Pilot Oliver Hilger im Porsche Cayenne Transsyberia an.

In der Nähe der russischen Ortschaft Wjasniki stellten sandige Pisten, Wassserdurchfahrten und eine provisorische Brücke aus Baumstämmen die Fahrer vor teilweise erhebliche Probleme. Der in Führung liegende Spanier Carles Celma und sein deutscher Beifahrer Jörn Pugmeister steuerten ihren Porsche Cayenne Transsyberia ins Wasser, ohne vorab nach einer seichten Stelle zu suchen. In der Mitte des Wasserlochs setzte sich der Wagen fest. Armin Schwarz und Oliver Hilger profitierten vom Fehler des spanisch-deutschen Teams und passierten den festgefahren Porsche. Vom Ufer aus zogen sie anschließend die Konkurrenten per Seilwinde aus der nassen Falle und setzten sich an die Spitze. Zum Etappensieg reichte es für Schwarz/Hilger dennoch nicht. Der Amerikaner Rod Millen und sein neuseeländischer Beifahrer Richard Kelsey durchquerten das Wasserloch problemlos und fuhren die schnellste Zeit ein. "Das war eine sehr gute Sonderprüfung. Ein guter Test für die Mongolei", sagte Millen im Ziel.

Für zwei Besatzungen hatte die Wasserdurchfahrt gravierende Folgen. Der Porsche von Oliver Schmidt und Thomas König qualmte aus Motorraum und Cockpit, als die Piloten die Ziellinie überfuhren. Die Service-Crew schloss in einer ersten Diagnose am Nachmittag auf einen Motorschaden. Auch Hans Erwin Bauer und Rolf Blaeß forderten nach ihrem Zieleinlauf technische Unterstützung an. Das Wasser hatte die Steuerelektronik ihres Mercedes ML 350 lahm gelegt. Am Abend gab es für die Teams Entwarnung. Beide Besatzungen können mit ihren Autos auf die dritte Etappe gehen.

Die morgige Teilabschnitt ist der längste der Transsyberia Rallye 2007. Knapp 1.000 Kilometer müssen die 66 Teilnehmer von Kasan nach Ekaterinburg zurücklegen. Dabei überqueren die Teams das Ural-Gebirge und erreichen damit den asiatischen Teil der Rallye. Eine Sonderprüfung findet am Sonntag nicht statt.



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4. August 2007 2. Etappe, Sonderprüfung


Erhebliche Schäden nach zweiter Sonderprüfung

Die zweite Etappe der Transsyberia Rallye 2007 wird manchem Teilnehmer lange in Erinnerung bleiben. Abgerissene Stoßstangen und Heckschürzen, ein Motorschaden, eine geflutete Steuerelektronik: Das ist die vorläufige Bilanz des zweiten Tages. Auf der 29 Kilometer langen Sonderprüfungsstrecke nahe der russischen Ortschaft Wjasniki bereitete ein knietiefes Wasserloch vielen Fahrern erhebliche Probleme. Zwei Teams mussten ihre Autos manovrierunfähig abschleppen lassen.

Starker Rauch quoll unter der Motorhaube hervor, als Oliver Schmidt und Thomas König im Porsche Cayenne Transsyberia über die Ziellinie der Wertungsstrecke fuhren: "Wir waren zu langsam im Wasserloch und sind stecken geblieben. Dabei ist der Motor zu heiß geworden", sagte Schmidt. Der Pilot ging am Nachmittag davon aus, dass der Zylinderkopf beschädigt ist.Die Service-Crew untersucht zurzeit den Schaden.

Auch Hans Erwin Bauer und Rolf Blaeß wurde das Wasserloch zum Verhängnis. Sie fuhren ihren Mercedes ML 350 fest. Das eindringende Wasser legte die Steuerelektronik lahm. Nach erfolgslosen Versuchen den Schaden selbst zu beheben, forderten sie im Ziel den Werkstattwagen an.

Ohne Probleme bewältigten hingegen Dr. Erik Brandenburg und Stephan Preuß in ihrem Porsche 911 Safari das Hindernis. Während die anderen beiden Teams ihre Wagen per Seilwinde bargen, zog Brandenburg an einer flachen Stelle zügig an ihnen vorbei. "Wir sind so schnell dadurchgepflügt, dass das Wasserloch für einige Sekunden leer war", sagte Brandenburg lachend im Ziel.