Siegeshoffnungen von Armin Schwarz zerplatzt
Bei der heutigen Transsyberia-Wertungsprüfung kam es zu einem Unfall, der die Siegeshoffnungen des ehemaligen Rallye-Europameisters Armin Schwarz und seines Co-Piloten Oliver Hilger zunichte machte. Das Team Germany 1 überschlug sich in einem schnellen Teilabschnitt der Strecke, nachdem sie in ein Loch fuhren, mehrfach mit seinem Fahrzeug. Oliver Hilger blieb bis auf Prellungen unverletzt und auch Armin Schwarz zog sich keine bedrohlichen Verletzungen zu. Nachfolgende Teams eilten den beiden sichtlich unter Schock stehenden Verletzten zur Hilfe, bis die Notärzte eintrafen. Saeed Al-Hahjiri und sein Co-Pilot Tim Trenker waren mit dem Ladies-Team Katja Poensgen und Dr. Erik Brandenburg gemeinsam vor Ort.
Die verunglückten Personen waren ansprechbar. Die Ärzteteams waren schnell zur Stelle. Schwarz wurde mittels Helikopter ins Krankenhaus nach Ulaanbaatar gebracht um vorsorglich geröntgt zu werden. Oliver Hilger konnte vor Ort versorgt werden. Der Porsche Cayenne ist so stark beschädigt, dass er am weiteren Rallyegeschehen nicht teilnehmen kann. Schwarz hatte lange Zeit die Führung gehalten und gestern mit nur 22 Minuten Rückstand auf Rang 5 der Gesamtwertung gelegen. Alle Chancen auf einen Sieg standen ihm noch offen. Das Team Brandenburg und das Ladies-Team konnten die Wertungsprüfung nicht beenden und fuhren gemeinsam ins Camp zurück.
Die Sonderprüfung läuft zur Stunde noch. Inoffiziell ist Rod Millen aus den USA in Führung. Auch Lars Kern soll sich sehr nach vorne gearbeitet haben und aktuell an zweiter Stelle liegen. Dr. Bandenburg hatte schon zuvor Zeit verloren. Brandenburg: „Das Auto kam an zwei Flussüberquerungen nicht durchs Wasser. Es war 2,30 m tief und ich habe es trotzdem versucht! Der 911er war zu leicht und schwamm dann einfach. Dann ging er unter! Nur noch die Spaten auf dem Dach guckten aus dem Wasser. Da haben wir lieber das Auto verlassen. Ein Unimog zog uns dann raus. Nach 3 Minuten lief die ‘Sau’ wieder.“
Die Strecke ist schwierig, mit mehreren Flussdurchquerungen durchzogen und viele Teilnehmer sitzen fest, so dass davon auszugehen ist, dass die Bergungsarbeiten noch Stunden in Anspruch nehmen werden. Wann Ergebnisse und weitere Informationen folgen, ist derzeit unklar. |