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16. August 2007, 13. Etappe Bayankhor - Mongol Els


Tiefes Wasser kostet Brandenburg/Preuss die Führung

Es war die nasseste Etappe der Transsyberia Rallye 2007. Mehrere Flussdurchfahrten haben die Teams heute in Schwierigkeiten gebracht und den Gesamtführenden Erik Brandenburg und Stephan Preuss die Führung gekostet. Ihr Porsche 911 Safari hatte im streckenweise hüfttiefen Wasser erhebliche Probleme. „Wir sind 30 Meter durch den Fluss getrieben. Ich habe mich gefühlt wie als Kind in der Badewanne“, sagte Brandenburg am Abend im Fahrercamp. Bei einer Flussquerung stand das Auto bis zur Hälfte der Windschutzscheibe im Wasser. „Die ersten Etappen waren wie für unser Auto gemacht. Aber heute war Tag gekommen, an dem unser Porsche ungeeignet war“, sagte Preuss. Die Hamburger kamen mit fast drei Stunden Rückstand auf die Etappensieger Rod Millen und Richard Kelsey ins Ziel. In der Gesamtwertung fielen sie auf den achten Rang zurück.

Die Etappensieger Millen und Kelsey haben auch die Führung in der Gesamtwertung übernommen. Sie legten in ihrem Porsche Cayenne Transsyberia die Wertungsprüfung in 5:42 Stunden zuruck. Auf den Plätzen folgten Antonio Tognana und Carlo Cassina (+ 9:27) sowie Adel Abdulla und Norbert Lutteri (+ 17:51). Nach seiner Ankunft im Ziel sagte Rod Millen: „Es war sehr hart. Wir waren vor jeder Flussdurchquerung sehr nervös.“ Auch der Drittplatzierte Abdulla zeigte sich von der Streckenführung beeindruckt: „So etwas Schweres habe ich noch erlebt. Teilweise war es zu hart.“ Starke Regenfälle hatten in den vergangenen Tagen die Flüsse auf der Strecke erheblich anschwellen lassen.

Die Gesamtführenden Millen und Kelsey gehen morgen mit 17:20 Minuten Vorsprung auf Tognana und Cassino auf die letzte Etappe der Transsyberia Rallye 2007. Die Drittplatzierten Abdulla und Lutteri liegen 23:15 Minuten zurck. Die entscheidende Wertungsprüfung wird wenige Kilometer vor der mongolischen Hauptstadt Ulanbaatar ausgetragen. Die verbliebenen 29 Teams müssen 22 Kilometer zurücklegen. Das Roadbook sieht erneut eine schwierige Flussdurchquerung vor.

 






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Siegeshoffnungen von Armin Schwarz zerplatzt

Bei der heutigen Transsyberia-Wertungsprüfung kam es zu einem Unfall, der die Siegeshoffnungen des ehemaligen Rallye-Europameisters Armin Schwarz und seines Co-Piloten Oliver Hilger zunichte machte. Das Team Germany 1 überschlug sich in einem schnellen Teilabschnitt der Strecke, nachdem sie in ein Loch fuhren, mehrfach mit seinem Fahrzeug. Oliver Hilger blieb bis auf Prellungen unverletzt und auch Armin Schwarz zog sich keine bedrohlichen Verletzungen zu. Nachfolgende Teams eilten den beiden sichtlich unter Schock stehenden Verletzten zur Hilfe, bis die Notärzte eintrafen. Saeed Al-Hahjiri und sein Co-Pilot Tim Trenker waren mit dem Ladies-Team Katja Poensgen und Dr. Erik Brandenburg gemeinsam vor Ort.

Die verunglückten Personen waren ansprechbar. Die Ärzteteams waren schnell zur Stelle. Schwarz wurde mittels Helikopter ins Krankenhaus nach Ulaanbaatar gebracht um vorsorglich geröntgt zu werden. Oliver Hilger konnte vor Ort versorgt werden. Der Porsche Cayenne ist so stark beschädigt, dass er am weiteren Rallyegeschehen nicht teilnehmen kann. Schwarz hatte lange Zeit die Führung gehalten und gestern mit nur 22 Minuten Rückstand auf Rang 5 der Gesamtwertung gelegen. Alle Chancen auf einen Sieg standen ihm noch offen. Das Team Brandenburg und das Ladies-Team konnten die Wertungsprüfung nicht beenden und fuhren gemeinsam ins Camp zurück.

Die Sonderprüfung läuft zur Stunde noch. Inoffiziell ist Rod Millen aus den USA in Führung. Auch Lars Kern soll sich sehr nach vorne gearbeitet haben und aktuell an zweiter Stelle liegen. Dr. Bandenburg hatte schon zuvor Zeit verloren. Brandenburg: „Das Auto kam an zwei Flussüberquerungen nicht durchs Wasser. Es war 2,30 m tief und ich habe es trotzdem versucht! Der 911er war zu leicht und schwamm dann einfach. Dann ging er unter! Nur noch die Spaten auf dem Dach guckten aus dem Wasser. Da haben wir lieber das Auto verlassen. Ein Unimog zog uns dann raus. Nach 3 Minuten lief die ‘Sau’ wieder.“

Die Strecke ist schwierig, mit mehreren Flussdurchquerungen durchzogen und viele Teilnehmer sitzen fest, so dass davon auszugehen ist, dass die Bergungsarbeiten noch Stunden in Anspruch nehmen werden. Wann Ergebnisse und weitere Informationen folgen, ist derzeit unklar.




16. August 2007 Rückblick auf gestern


Unfall auf 12. Etappe verläuft glimpflich

Kees Nierop und Laurence Yap haben einen Unfall mit ihrem Porsche Cayenne Transsyberia auf der gestrigen Etappe mit leichten Blessuren überstanden. Co-Pilot Laurence Yap zog sich am Kopf eine Platzwunde zu, die noch am Unfallort vom Leiter des mitreisenden Rettungsdienstes genäht wurde. Fahrer Kees Nierop blieb unverletzt. Beide Piloten werden im Laufe des heutigen Tages in die mongolische Hauptstadt Ulan-Baatar gebracht, wo sie den Rest den Feldes am Freitag erwarten werden.