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preTranssyberia

14. August 2007, 11. Etappe, Darvi – Altay


Verletzte Fahrer auf dem Weg der Besserung

Paul Watson, Neil Hopkinson und Christian Pfeil-Schneider, die gestern bei Unfällen mit ihren Porsche Cayenne Transsyberia leicht verletzt wurden, sind nach Aussage des mitreisenden deutschen Ärzteteams in guter Verfassung. Die drei Fahrer haben das Krankenhaus in Khovd verlassen und befinden sich bereits in einem Hotel in Ulan-Baatar. „Es geht ihnen gut. Die Verletzungen sind nicht weiter behandlungsbedürftig“, sagte der Leiter des Rettungsdienstes Klaus Spörl.

ie drei Porsche-Piloten waren auf der 10. Etappe mit ihren Porsche Cayenne Transsyberia in ein trockenes Flussbett gefahren und dabei verletzt worden. Pfeil-Schneiders Co-Pilot Claus Vatter hatte den Unfall unverletzt überstanden.



Interview mit Simon und Matt Garnham, die zurzeit den ersten Platz belegen


"Wir können die Rallye gewinnen“ – Interview mit den Führenden des Gesamtklassements Simon und Matt Garnham

Vor der Rallye hat niemand damit gerechnet, dass ihr einmal das Feld der Transsyberia anführen würdet. Warum seid so erfolgreich?

Simon: Für mich sind es die grundlegenden Dinge: Fahre dich nicht fest, verfahre dich nicht, fahre vernünftig. Ein schnelles Autos zu haben, muss nicht unbedingt das Beste sein, wenn man nicht auf Asphalt fährt. Die Cayennes haben sehr gute Arbeit on-road geleistet, aber nun scheinen ihre Reifen ein großes Problem zu sein.

Matt: Ich glaube, wir haben ein geheime Waffe: den Toyota Landcruiser. Mit sehr guten Reifen. Wir haben noch nicht ein einziges Mal einen Reifen wechseln müssen. Seit wir aus England losgefahren sind, fahren wir mit denselben vier Reifen.

Nennt mir bitte noch einen Grund eures Erfolgs.

Simon: Egal in welcher Umgebung man uns aussetzt, wir werden es gut machen. Und auch wenn es sehr schwierig aussieht, werden wir es versuchen. Auf der letzten Etappe, als wir Erste geworden sind, haben wir eine Stunde lang kein anderes Auto hinter uns gesehen, obwohl dort weitere 30 Autos hätten sein müssen. Es hätte sein können, dass wir einen Fehler gemacht und uns verfahren haben, aber wir haben einfach weitergemacht.

Wie habt ihr euch auf die Rallye vorbereitet?

Simon: In großer Eile.

Matt: Wir hatten überhaupt Erfahrung im Off-Road-Bereich. Wir haben uns von einigen Leuten Ratschläge eingeholt, was dazu geführt hat, dass sie mit uns das Auto präpariert haben.

Simon: Das große Problem war die Zeit. Vom Zeitpunkt des Autokaufs bis zum Beginn der Rallye hatten nur drei Wochen. Als wir das Auto gefunden hatten, mussten wir es noch präparieren. Das hat weitere zehn Tage gedauert.

Matt: Als wir das Auto zurückbekommen haben, um es zu testen, hatte es in England gerade 24 Stunden durchgehend geregnet, und wir konnten das Auto unter wirklich schwierigen Bedingungen testen. Den Test hat das Auto unheimlich gut überstanden. Und auch hier läuft das Auto fehlerfrei.

Wer kann euch auf den verbleibenden drei Etappen noch gefährlich werden?

Matt: Erik Brandenburg und Stephan Preuß in ihrem Porsche 911. Sie sind unheimlich schnell. Es wird davon abhängen, wie hart und schwierig die Strecke sein wird. Vieles wird von der Navigation abhängen und ob man seine Hausaufgaben anhand der Landkarten gemacht hat.

Glaubt ihr, dass ihr die Transsyberia Rallye gewinnen könnt?

Simon: Ja, ich glaube schon. Es wird von den Strecken abhängen. Je schwieriger sie sind, desto besser wird es für uns sein. Wenn es schnelle Strecken sind, werden die Cayennes und der Porsche 911 im Vorteil sein.



14. August 2007, 11. Etappe Darvi - Altay: Noch 31 Fahrzeuge am Start


Zwei Fahrzeuge sind nach gestrigem Unfall nicht mehr einsatzfähig

Die heutige Etappe von rund 380 km wird ohne Wertungsprüfung gefahren. Am Start waren am Morgen alle Teams, nur zwei Fahrzeuge haben die gestrige Prüfung nicht überstanden. Das kolumbische Team Nr. 16 mit Christian Pfeil-Schneider und Claus Vatter (Team Colombian Arrow) sowie Paul Watson und Neil Hopkinson (Team Nr. 19, Australia/Team Great Britain) sind mit für die Verhältnisse zu viel Tempo in ein Flussbett gefahren und haben ihre Fahrzeuge dabei sehr stark beschädigt. Diesen Sturz haben die Piloten zum Glück leicht verletzt überstanden und waren nur zur Sicherheit im Krankenhaus untersucht worden. Die beiden Fahrzeuge sind jedoch mit den Möglichkeiten vor Ort nicht wieder im Zeitrahmen soweit in Stand zu setzten, dass sie am weiteren Rallyegeschehen teilnehmen könnten.

Die Fahrer und Co-Piloten werden per Flieger zum Zielort Ulaanbaatar gebracht. Der Australier Dave Morley wurde schon vor dem Start am gestrigen Morgen wegen leichter Krankheit durch den Briten Hopkinson ersetzt.