
Zahlreiche Ausfälle auf 9. Etappe
Für zahlreiche Teams endete die 9. Etappe der Transsyberia Rallye 2007 am Abschleppseil. Auf der 106 Kilometer langen Wertungsprüfung in der Mongolei blieben einige Autos im Sumpf stecken oder mussten nach Schäden an der Ölkühlung abgeschleppt werden. Viele Fahrer aus dem Porsche-Lager klagten über mehrfache Reifenpannen.
„Mit diesen Reifen kann man in einem englischen Park spazieren fahren, aber keine Rallye in der Mongolei bestreiten“, ärgerte sich Armin Schwarz. Nachdem ihm auch der zweite Ersatzreifen geplatzt war, fuhr Schwarz auf der demolierten Felge ins Ziel. Zuvor hatten sich der frühere Rallye-Europameister und sein Co-Pilot Oliver Hilger im Gelände verfahren. „Die letzten 40 Kilometer habe ich keinen Straße und keinen Weg gesehen“, sagte Schwarz.
Auch andere Teams verloren auf den mongolischen Schotterpisten mehrere Reifen: Die Japaner Yoshifumi Ogawa und Hirohisa Kaneko mussten wiederholt den Wagenheber ansetzen, ebenso die kanadische Besatzung Kees Nierop und Laurance Yap. „Wir werden heute Abend analysieren müssen, woran es liegt“, sagte Jürgen Kern. Am gestrigen Ruhetag hatte Kern die Reifenprobleme der vergangenen Tage auf Fahrfehler der Piloten zurückgeführt.
Auf gänzlich andere Weise profitierte das britische Team Meaden/Hopkinson von ihrem Ersatzreifen. Nachdem sich die Besatzung im Sumpf festgefahren hatte und knapp zwei Stunden bis zum Seitenfenster im Schlamm steckte, vergrub sie einen Ersatzreifen, um an ihm die Seilwinde zu befestigen. Anderen Teams gelang es nicht, sich aus eigener Kraft zu befreien. Die Polen Jarek Sliwka und Andrzej Bryl, das Team Germany 2 mit Oliver Hille und Thomas Riethmüller (beide Teams im Porsche Cayenne Transsyberia) sowie die spanische Besatzung Jose Luis Aguilar Cortes und Jose Luis Aguilar Jimenez im Mercedes 250 GD mussten vom Servicefahrzeug geborgen werden.
Weitere vier Fahrzeuge sind manövrierunfähig und werden zurzeit abgeschleppt oder auf Transporter verladen. Jürgen Kern platzte beim Bergen eines anderen Fahrzeugs das Frontdifferential, bei Carles Celma, Oleg Kesselman und Richard Meaden sind die Ölwannen oder –kühler beschädigt.
Das sportliche Endergebnis geben die Organisatoren am Abend bekannt. |